Schulentwicklung

Seit 2015 engagiere ich mich in vielfältiger Weise im Bereich der Schulentwicklung. Ich arbeite vor allem im DACH-Raum interdisziplinär als Coach für Unterrichtende, entwickle Projekte um lehrplanübergreifend nachhaltige Lernoptionen zu schaffen, engagiere mich für Bildungsgerechtigkeit im Sinne wirklicher Inklusion und trage die Prinzipien agiler Verwaltung und humanistischer Führungsprinzipien in den Bildungssektor.

Immer wieder bin ich im europäischen und aussereuropäischen Ausland unterwegs und stehe so im kollegialen Austausch mit inspirierenden Lehrer*innen, Schulentwickler*innen und Stiftungen, die innovative Konzepte fördern. Einen Überblick über meine umfangreiche Netzwerk- und Projektarbeit nicht nur im Rahmen vieler von mir besuchter Konferenzen finden Sie hier.

Corona und Digitalisierung

Die aktuelle Coronakrise hat sehr deutlich gemacht, dass Deutschland mit seiner leider oft zu behäbigen föderalistischen Bildungspolitik weit hinter anderen Ländern zurück bleibt. Umso wichtiger ist es gerade jetzt, dass Schulen die Chancen von Homeschooling und Digitalisierung ergreifen und nutzen. Denn es wird kein Zurück mehr geben.

Bei der Digitalisierung ist es wichtig zu beachten, dass es hier nicht vorrangig um Geräte und Software geht. Es geht darum, dass Lehrer*innen wissen, dass sie digital vor allem asynchron unterrichten. Die wertvolle Zeit der gemeinsamen Präsenz von Schüler*innen und Lehrer*innen vor Ort sollte wie beim Konzept des „Inverted Classroom“ für soziale Interaktion und das nachhaltige Vermittlung von Lerntechniken genutzt werden. Dazu zählen vor allem die 21st Century Skills und Techniken für autonomes Lernen. Das Wiederholen von Gelerntem hingegen sollte durch möglichst interaktive digitale Tools erleichtert werden.

Sorytelling Workshop für die Deutsche Kinder und Jugend Stiftung Februar 2020

Nicht erst seit meinem Studium der Psychologie an der TU Berlin habe ich mich mit dem immer wieder faszinierenden Thema der Entwicklung von dynamischen Organisationen und Systemen beschäftigt. Schulen und andere Bildungsorte gehören dabei zu den interessantetesten Orten. Durch die Gründung der Refugee Academy kam ich in Kontakt mit vielen Menschen und Organisationen, die sich äusserst kreativ und hochmotiviert mit Schulentwicklung auseinandersetzen. So konnte ich viele vorbildliche Konzepte auch aus der Nähe kennenlernen.

Praktisch alle erfolgreich veränderten Schulen hatten es geschafft, wirklich alle Stakeholder einzubeziehen: also die Lehrenden, die Lernenden, deren Familien und hier insbesondere die Eltern. Doch auch die sozialen Umfelder des Schulstandortes, Schulträger, Schulbehörden und ggf auch deren vorgesetzte Stellen in den zuständigen Ministerien sollten mit an den Tisch.

Die offiziellen 3 Dimensionen der Schulentwicklung sind

Im Team entstehen neue Perspektiven

Systemische Entwicklung

So braucht es für Entwicklungen im Unterricht oft vorbereitende oder begleitende Massnahmen der Personalentwicklung – Coachings, Teambuilding, methodische Fortbildungen, Konfliktmanagment) oder auch Organisationsentwicklung, wie Z.B. der Schaffung neuer Schulstufen-Teams oder auch interdisziplinäre Projektteams. Diese Parallelität öffnet den Weg für synergistische Effekte, die sich gegenseitig beeinflussen und bei optimaler Auswahl als nachhaltige Verstärker und Katalysatoren wirken.Persönliches Engagement

Arbeit mit dem Green-Screen bei einem Workshops für die DKJS – Februar 2020

Schulentwicklung und die Qualität von Unterricht und Schule

Da die meisten meiner Klient*innen derzeit aus Deutschland stammen, sollten die vielfältigen Möglichkeiten der Schulentwicklung in den meisten Bundesländern prinzipiell bekannt sein. Daher folgen nun – sozusagen als Blick über den Tellerrand – die Grundlagen der Schulentwicklung in Österreich. Diese ist in sechs Qualitätsbereiche von SQA („SQA – Schulqualität Allgemeinbildung“) gegliedert ist. Zentrales Thema ist die Qualität der Lernerfahrungen und Lernergebnisse (Qualitätsbereich 1) sowie des Lernens und Lehrens (Qualitätsbereich 2).
Unterrichtsentwicklung steht daher nicht von ungefähr an erster Stelle der drei Dimensionen von Schulentwicklung, auf sie haben pädagogische Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung auf jeden Fall Bezug zu nehmen.

Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung

„SQA – Schulqualität Allgemeinbildung“ will zu bestmöglichen Lernbedingungen für Schüler/innen an allgemein bildenden Schulen beitragen. Im Zentrum steht dabei der Entwicklungsaspekt, d.h. Schule bzw. Unterricht positiv zu verändern. „Schulentwicklung mit EP“ steht für die verbindliche Verbesserung und Weiterentwicklung der Qualität, und darum soll es in den folgenden Kapiteln hauptsächlich gehen.

Es ist daher wichtig, sich immer wieder zu vergewissern, ob das eigene Tun insgesamt gewissen Qualitätsstandards genügt und nachhaltig zu den gewünschten Ergebnissen führt. Gute Anhaltspunkte liefern hier z.B. die umfassenden Erhebungen in SQA online, die die Qualitätsbereiche von Schule breit abdecken, oder auch die Ergebnisse von Leistungsmessungen bei den Schüler*innen (wie z.B. die Bildungsstandardsüberprüfungen). Wird dabei Verbesserungsbedarf in zentralen Bereichen der Schulqualität sichtbar, ist es unabdingbar sich damit im Rahmen der eigenen Schulentwicklung zu befassen.

Die gesamte Website wird laufend überarbeitet. Diese Unterseite wurde letztmalig im Mai 2021 aktualisiert. Sollten Sie irgendwelche inhaltlichen oder formalen Fehler entdecken, freuen wir uns über eine entsprechende Rückmeldung unter info@eis-coaching.com.
Bleiben Sie gesund, halten Sie Abstand, tragen Sie Masken !