Coaching für Lehrer

Gute Lehrer*innen sind heute eher erfahrene Scouts im Informationsdschungel, die ihren Schüler*innen die wichtigen Skills des 21. Jahrhunderts vermitteln. Nicht der allwissende Lehrer ist gefragt, sondern die glaub- und vertrauenswürdigen Begleiter, die ihre Schüler in ihrer Entwicklung unterstützen und das Wissen um die eigene Lernfähigkeit bei jedem einzelnen Schüler und jeder Schülerin erblühen lassen.

Ganz entscheidend sind für den Lernerfolg daher vor allem Authentizität und gute kommunikative Fähigkeiten. Deswegen ist es für Lehrende immer wieder sinnvoll, ihre Palette kommunikativer Skills zu erweitern, unabhängig vom eigenen Alter und dem Alter ihrer Zielgruppe.

Denn unabhängig vom Lernumfeld gilt: die Persönlichkeit der Pädagogen ist der entscheidende Faktor für nachhaltigen Lernerfolg. Gute Übungen und ein anregender Unterrichtsaufbau motivieren und bringen oft ungeahnte Talente zum Vorschein.

Internationale Erfahrungen

Schulen und Universitäten im In-und Ausland sind für mich immer wieder faszinierende Umfelder, in denen ich gerne arbeite. In den letzten Jahren habe ich zahlreiche Kurse für Pädagogen entwickelt, so z.B. 2015 für das Unterrichtsministerium im spanischen Navarra für die Qualifizierung von Englischlehrern, vor allem für solche, die als Quereinsteiger in den Schuldienst kamen.
Im Rahmen der von mir gegründeten Refugee Academy kooperieren wir eng mit der Evangelischen Schule Berlin Zentrum, der ersten Ashoka Schule Deutschlands.

Schon während meiner Asienreise im Jahre 2013 besuchte ich zahlreiche Schulen und Universitäten in Malaysia, Singapur, Thailand, Kambodscha, Vietnam und Indonesien. In Jakarta hielt ich als Gastdozent an der neu gegründeten privaten Surya University einen Workshop zum Thema Kreativität. 2016 unterrichtete er für einige Wochen an der American International School im südindischen Chennai und war als Dozent zur Situation der Geflüchteten in Deutschland auch am Soziologischen Institut des Madras Institute of Technology und bei der IT Schmiede Thoughtworks in Chennai zu Gast.

Mit Interesse beobachte ich die Unterschiede und die globale Entwicklung der verschiedenen Schulsysteme und Schultypen. So haben z.B. die Bemühungen der ASEAN-Staaten zur Angleichung ihrer Lehrpläne und zur Homogenisierung ihrer Abschlüsse einen ungeahnten Bildungsschub verursacht, der sich auch in der Gründung zahlreicher privater Institute niederschlägt.

Voll das Vorbild – Wie man als Lehrer geliebt wird

„Voll das Vorbild“ Workshops liefern Lehrern geeignetes Rüstzeug um:

  • wieder mehr Freude bei der Unterrichtsvorbereitung zu entwickeln.
  • auch auf störende Schüler besser einzugehen
  • anspruchsvollen Eltern besser zu begegnen
  • den Zusammenhalt im Kollegium zu fördern.

Beziehungsarbeit in der Schule

Die Hattie-Studie hat es wieder belegt. Die Persönlichkeit der Lehrenden und damit vor allem deren kommunikativen Fähigkeiten sind neben der persönlichen Disposition der einzelnen Schüler der entscheidende Faktor für nachhaltigen Lernerfolg. Deswegen ist es für LehrerInnen immer wieder sinnvoll, ihre Palette kommunikativer Skills zu erweitern, unabhängig vom Alter ihrer Zielgruppe.

Neue Lernkonzepte – Didaktik mit Spass

In einem zukunftsorientierten, gesunden Lernumfeld ist jeder Lehrende zugleich auch Lernender. Konzepte wie „Inverted Classroom“ werden in Zukunft immer stärker dazu beitragen, das Bild des allwissenden Lehrers zu verwandeln. Gute Lehrer*innen sind heute eher erfahrene Scouts im Informationsdschungel, die ihren Schülern in verschiedensten Lernumfeldern die wichtigen 21 st Century Skills vermitteln

Schulen als lernende Strukturen

Schulen jeder Form – ebenso wie Kindergärten oder Hochschulen – sind aber auch immer lernende, sich verändernde soziale Organismen. Gerade hier bedarf es oft einer gesunden, schuleigenen Kommunikationskultur, um Schüler*innen, Lehrer*innen, Eltern und auch die Verwaltungsebene zu optimalen Ergebnissen führen zu können.

Eines der wichtigesten Hilfsmittel hierzu ist eine ressourcenorintierte, respektvolle Gesprächskultur, die oft auf Ansätzen der sogenannten Themenzentrierten Interkation (TZI) beruhen. 
Friedrich Ewert[11] hat in einer Dissertation den Einfluss einer TZI-Ausbildung auf das Berufsfeld von Lehrenden untersucht, die an Förder-, Grund-, Gesamt-, Berufsschulen, Gymnasien und in der Lehrerausbildung tätig sind. Er fand eine nachhaltige Wirkung dieser Ausbildung auf die Unterrichtspraxis der Lehrenden und Stärkung ihrer Persönlichkeit.
Jürgen Tscheke[12] hat in seiner Dissertation Auswirkungen eines an der TZI orientierten Unterrichts mit körperbehinderten Kindern und Jugendlichen untersucht. Auf der Schülerebene ließen sich die Etablierung von Vertrauen, intensivere, lustvollere und bewusstere Beziehungen, eine zunehmende Öffnung für Sozialkontakte sowie eine Vielzahl freudvoller und bindungsverstärkender Gefühle erfassen.