Humanistischer Humor

„Humanistischer Humor“ verknüpft ein grudnsätzlich humanistisches Welt- und Menschenbild mit Humor – also der Begabung des Menschen, der überall anzutreffenden und daher oft nervenden Unzulänglichkeit mit heiterer Gelassenheit zu begegnen.
Dabei geht es sowohl um die alltäglichen Schwierigkeiten, Missgeschicke und Fehler der Welt ganz allgemein, der Mitmenschen im Besonderen und vor allem bei sich selbst (!). Die Erkenntnis Humor ist, wenn man trotzdem lacht wird dem deutschen Schriftsteller Otto Julius Bierbaum zugeschrieben, aber das Prinzip war eigentlich zu allen Zeitaltern bekannt.

Drei Haupt-Theorien versuchen den Kern humorvoller Momente zu erfassen: die Überlegenheits-Theorie, die Inkongruenz-Theorie und die Entladungs-Theorie werden weiter unten detailliert erklärt.

Wer und was ist humorvoll?

Wir bezeichnen Personen dann als humorvoll, denen es gelingtuns oder Andere zum Lachen zu bringen – oft indem sie die auffälligen, lustigen, skurrilen oder sogar tabubesetzten Aspekte einer Situation ansprechen.
Gerade in besonders ernsten und belastenden Kontexten ist Humor daher ein probates Mittel der Psychohygiene.

Es gibt viele theoretische Ansätze, Humor aus verschiedenen wissenschaftlichen und sozialen Blickwinkeln zu erklären, doch eine „einheitliche Theorie des Humors“ wurde bisher nicht entwickelt. Dabei spielt vermutlich die große Vielfalt des Lachens, seiner Zielrichtungen, Verfahren und Anlässe eine Rolle. Die drei Haupt-Theorien bekannt, welche versuchen den Kern eines humorvollen Momentes zu erfassen und welche bereits seit Jahrhunderten bzw. sogar Jahrtausenden existieren: Überlegenheits-Theorie, Inkongruenz-Theorie und Entladungs-Theorie.
Gleichzeitig bezeichnen wir Personen dann als humorvoll, denen es gelingtuns oder Andere zum Lachen zu bringen – oft indem sie die auffälligen, lustigen, skurrilen oder sogar tabubesetzten Aspekte einer Situation ansprechen.
Gerade in besonders ernsten und belastenden Kontexten ist Humor daher ein probates Mittel der Psychohygiene.

Es gibt viele theoretische Ansätze, Humor aus verschiedenen wissenschaftlichen und sozialen Blickwinkeln zu erklären, doch eine „einheitliche Theorie des Humors“ wurde bisher nicht entwickelt. Dabei spielt vermutlich die große Vielfalt des Lachens, seiner Zielrichtungen, Verfahren und Anlässe eine Rolle.

Immerhin ist es heute Konsens, dass Lachen als ein Kulturphänomen an eine bestimmte historische, soziale und personelle Konstellation gebunden ist. Für historisch frühe Formen existieren aber immer noch mehr offene Fragen als Quellen. So war lange auch umstritten, ob der Mensch allein die Fähigkeit des Humors besitzt („Der Mensch: der lachende Affe“). Mittlerweile stellt sich heraus, dass auch andere in sozialen Gruppen lebende Tiere die Fähigkeit zu Humor besitzen. Bei Primaten und Papageienvögeln, die mit und durch Menschen sozialisiert wurden, ist Lachen und Humor wohl ausgeprägter, als in der freuen Wildbahn. So ist für Humor also sowohl eine genetisch codierte Grösse des Gehirns mit der entsprechenden Erkenntnisfähigkeit wichtig als auch die Möglichkeit, die Anlage zu trainieren.

Ethnologische Beobachtungen machen klar: Worüber man lacht, wer das Lachen wie auslöst, welche Wirkung ein Lachen im sozialen Kontext hat – die Antworten auf diese Fragen sind immer noch sehr verschieden. Eine besondere Schwierigkeit ist, dass das Lachen anderer Kulturen oft nur in der Kontaktsituation mit Ethnologen beobachtet werden konnte: Andere Ethnien lachten über die für sie erstaunlichen Verhaltensweisen der Ethnologen. Also beeinflussten Herkunft und Verhalten der Forscher während ihrer Beobachtungen gelegentlich auch schon die Aktionen und Reaktionen der von ihnen observierten Individuen.

Übrlegenheit – Lachen als Triumph

Die Überlegenheits-Theorie geht bereits auf Aristoteles zurück[. Es wird gesagt, dass wir in den Situationen lachen, in denen wir uns einem Mitmenschen gegenüber überlegen fühlen, also z. B. bei einem Missgeschick. Nach heutigem Stand deckt diese Theorie lediglich einen Teil aller humorvollen Situationen ab.


Inkongruenz – es passt nicht!

Ein Haupt-Vertreter der Inkongruenz-Theorie war u. a. Cicero[. Diese besagt, dass wir immer dann lachen, wenn ein überraschender Wechsel zu einer anderen, meist trivialeren Sichtweise stattfindet. Es wird also eine gegebene Situation aus zwei unterschiedlichen Perspektiven beurteilt, wobei es sich bei einer dieser Perspektiven meist um eine einfachere bzw. unzulängliche Sichtweise handelt. Beispiele hierfür zu finden ist nicht schwer, besonders Wortwitze fallen hierunter.

Die sogenannte Entladungs-Theorie geht zurück auf Sigmund Freud[6]. Nach Freud dient Humor dazu, psychologische Spannungen bzw. Hemmungen aufzulösen. Diesen Hemmungen wird meist ein sozial-kultureller Hintergrund zugeschrieben. Anders formuliert dient Humor laut Freud dazu unterdrückte Wünsche auf eine gewisse Weise offenzulegen (zu entladen).

Jüngst wurde eine Definition gefunden, welche die drei Theorien vereinheitlicht, nämlich dass unser Lachen ein „akustischer Hinweis auf einen unbemerkten Rückfall in einfachere Verhaltensmuster“ darstellt. Die evolutionsbiologische Entstehungsgeschichte sowie der relativ komplizierte Zusammenhang zur Kitzligkeit können auf diese Weise ebenfalls dargestellt werden[.

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