Holokratie

Holokratie ist ein hochtransparentes Unternehmenskonzept, das die Autonomie, Eigenverantwortung und partizipative Beteiligung der Mitarbeiter*innen, deutlich erhöht. Man kann Holokratie daher auch als eine der am weitesten entwickelte Formen von agilem Management verstehen.
Sozusagen „Scrum ohne Scrummaster“ 😉

Diese ganzheitliche Strategie fördert nicht die Steigerung von Kreativität und Arbeitsmoral. Aussergwöhnliche Menschen und Leistungsträger*innen werden sich mit tiefer Überzeugung nachhaltig an holokratisch geführte Unternehmen binden.
Holokratie ist aber auch nicht einfach. Daher sollten ausreichend Erfahrungen mit agilen Konzepten in Unternehmen vorhanden sein, um sich auf diesen lohnenden Weg zu machen.

Holokratie – wie alles begann

Die Anfang der 2000er von Brian Robertson in seiner Firma Ternary Software Corporation entwickelte Unternehmens-Systemik. Durch konsequente Transparenz und die partizipative Beteiligung der Mitarbeiter*innen über alle betriebliche Ebenen hinweg, hat sich Holokratie als sehr effizientes Modell gerade für große Netzwerke und vielschichtige Unternehmen erwiesen. Durch viele vertrauensbildende Prozesse wird die Autonomie und Eigenverantwortung deutlich erhöht.
Die Einführung von Holokratie bringt mehr Klarheit in Arbeitsabläufe, steckt Verantwortungsbereiche neu ab, vereinfacht und dezentralisiert Entscheidungen.
Ein angenehmer Nebeneffekt ist die Steigerung der Kreativität und der Arbeitsmoral der Mitarbeiter*innen, da Holokratie sie ganzheitlich in ihrer persönlichen Entwicklung unterstützt.

Grundlage für die Transformation eines Unternehmens ist das zentrale Regelwerk der „Holacracy Constitution“. Sie wird im Rahmen eines globalen Erfahrungsaustausches zwischen Organisationen, die Holokratie anwenden, kontinuierlich weiterentwickelt.
Die Hauptprinzipien sind hierbei

  1. Klären und Füllen von Rollen
  2. Einführung zirkulärer Strukturen in allen Ebenen
  3. Klare zielorientierte Kommunikation zwischen allen Abteilungen
  4. Nutzung der spezifischen holokratischen Governance-Prozesse
  5. Operative Prozesse
  6. Prozedere der schrittweisen Anwendung und Umsetzung während des Transformationsprozesses

Integrative Entscheidungsfindung

Das Prinzip der „Integrativen Entscheidungsfindung“ bildet die Basis der dynamischen Steuerung. Sie ist ein Prozess von häufigen und kleinen Kurskorrekturen an Stelle von monumentalen Grundsatzplanungen angelehnt an das evolutionäre Prinzip der natürlichen Entwicklung.
So können schwerfällige „bürokratische“ Prozesse umgangen werden, die sowohl in hierarchischen Organisationen als auch in konsensorientierten Gemeinschaften entstehen.
Stattdessen entsteht eine gegenwartsbezogene Handlungsfähigkeit, die nachhaltig die Resilienz von Unternehmen auch in schnellen Veränderungsprozessen stärkt.
Hier sind interessante Parallelen zu anderen Resilienzkonzepten wie der Gewaltfreien Kommunikation sichtbar.

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