Arbeit mit Werten

Die Werte-Wolke – Welche magst Du am liebsten?

Kaum etwas hat so starke Auswirkung auf unser Verhalten wie unsere Wertvorstellungen. Und zwar egal , ob wir uns unserer Werte bewusst sind oder nicht.
Werte geben uns Orientierung bei Entscheidungen. Viele unserer Werte sind dabei eher im „Bauchgefühl“ verortet: wir spüren, wann andere oder auch wir selbst ungerecht behandelt werden, wir hoffen und erwarten, dass andere uns mit denselben Einstellungen zu Ehrlichkeit und Offenheit gegenübertreten, mit den wir selber andere behandeln.

Um besser und konfliktfreier miteinander umzugehen, ist es deshalb sehr hilfreich, die eigenen Werte zu kennen und sie sich immer wieder einmal bewusst zu machen.

Erstellen einer Werteliste

Kurz zusammengefasst:

  • Werte beeinflussen unser Denken.
  • Werte beeinflussen unsere Entscheidungen.
  • Wer die eigenen Werte kennt, kann sie auch an andere kommunizieren
  • Wer seine Werte transparent kommunizieren kann, erreicht viele Ziele schneller und leichter.

Dabei gibt es natürlich Werte, die Dir wichtiger sind, andere hingegen haben weniger Bedeutung. Um die eigenen Werte zu entdecken und herauszuarbeiten, hilft es, die folgenden Fragen ehrlich zu beantworten

  • Wie verbringe ich meine Zeit?
  • Mit wem verbringe ich meine Zeit?
  • Wofür gebe ich mein Geld aus?
  • Wofür investiere ich gerne viel Energie?
  • Was lähmt und blockiert mich?
  • Was ist mir wichtig im Leben?
  • Habe ich einen alles überstrahlenden, richtungsweisenden Wert?

Die Werte-Wolke

Unten findest Du eine Liste mit Worten, die entweder direkte Werte ausdrücken, oder bei der Suche nach den eigenen Werten hilfreich sein können.
Es kann durchaus sein, dass ich an unterschiedliche andere Erwartungen habe, die wiederum von verschiedenen Wertvorstellungen begründet sind.
An Arbeitskolleg:innen stellen wir andere Maßstäbe als an unsere Partner:innen oder Familienmitglieder.

Mit folgenden einfachen Schritten verschaffst Du Dir einen Überblick.

  • Phase 1: entscheide Dich für einen Lebensbereich  (Familie, Partnerschaft, Arbeit, Ehrenamt etc)
  • Phase 2: notiere mindestens 20 Werte in einer ersten Übersicht
  • Phase 3: sortiere die Liste, indem Du sie paarweise vergleichst, am besten durch konkrete Beispeile  – wenn Du also wünscht, dass Du oder eine andere Person eine Entscheidung fällen soll, welcher Wert wäre wichtiger
  • Phase 4: so entsteht durch das Rauf- und Runterrutschen nach und nach eine Rangliste Deiner Werte für den jeweiligen Kontext.

Es ist vollkommen OK, zwischen den einzelnen Phasen Zeit vergehen zu lassen. Du kannst sie aber auch in einem Schwung beantworten.
Und es ist auch OK, dass sich Werteskalen ändern. Zum Beispiel, wenn Kinder älter werden, wenn eine Partnerschaft schon mehrere Jahre dauert etc.

Die Werteliste

  • Aufrichtigkeit
  • Authentizität
  • Anerkennung
  • Arbeit
  • Ästhetik
  • Aussehen
  • Autonomie
  • Begeisterung
  • Belastbarkeit
  • Bildungsgrad
  • Beruf
  • Bekanntheit
  • Besser sein
  • Bewegung
  • Bewusstsein
  • Beziehungen
  • Dankbarkeit
  • Disziplin
  • Dabei sein
  • Dazu gehören
  • Ermutigung
  • Empathie
  • Essen
  • Engagement
  • Erfolg
  • Echtheit
  • Ehre
  • Ehrlichkeit
  • Eigentum
  • Einfachheit
  • Einfluss
  • Entspannung
  • Entwicklung
  • Ernährung
  • Erotik
  • Ethik
  • Flow
  • Familie
  • Freiheit
  • Freude
  • Freundschaft
  • Fairness
  • Figur
  • Frieden
  • Führung
  • Fürsorglichkeit
  • Glück
  • Geborgenheit
  • Gelassenheit
  • Genuss
  • Gesundheit
  • Ganzheitlichkeit
  • Gedankenfreiheit
  • Gefühle
  • Genauigkeit
  • Gerechtigkeit
  • Gewaltfreiheit
  • Glaube
  • Glaubensfreiheit
  • Gleichberechtigung
  • Grosszügigkeit
  • Harmonie
  • Hilfsbereitschaft
  • Humor
  • High-Tech
  • Interesse
  • Intelligenz
  • Idealismus
  • Individualismus
  • Integrität
  • Intuition
  • Kreativität
  • Kinder
  • Kompetenz
  • Körperliche Aktivität
  • Liebe
  • Loslassen
  • Lebensfreude
  • Loyalität
  • Leichtigkeit
  • Leben
  • Lebensqualität
  • Lebensstandard
  • Leistung
  • Lernen
  • Lust
  • Motivation
  • Macht
  • Meditation
  • Meinungsfreiheit
  • Mitgefühl
  • Moral
  • Mut
  • Neugier
  • Nachdenken
  • Nächstenliebe
  • Naturbewusstsein
  • Naturverbundenheit
  • Offenheit
  • Optimismus
  • Ordnung
  • Partnerschaft
  • Proaktivität
  • Phantasie
  • Politik
  • Präzision
  • Qualität
  • Reichtum
  • Reife
  • Reisen
  • Richtiges Mass
  • Risikobereitschaft
  • Romantik
  • Ruhe
  • Sex
  • Spass
  • Sinngebung
  • Selbstbewusstsein
  • Selbständigkeit
  • Selbstbestimmung
  • Selbstlosigkeit
  • Selbstverwirklichung
  • Selbstwert
  • Sexualität
  • Sexuelle Offenheit
  • Sexuelle Orientierung
  • Sicherheit
  • Solidarität
  • Soziale Verantwortung
  • Spannung
  • Sparen
  • Spiritualität
  • Spontaneität
  • Status
  • Stärke
  • Tierliebe
  • Toleranz
  • Umweltbewusstsein
  • Unabhängigkeit
  • Unterhaltungswert
  • Verantwortung
  • Vergebung
  • Vertrauen
  • Wissen
  • Wahrheit
  • Wertschätzung
  • Wohlstand
  • Weisheit
  • Wohlbefinden
  • Wohnqualität
  • Würde
  • Zielstrebigkeit
  • Zugehörigkeit
  • Zuversicht
  • Zufriedenheit
  • Zuwendung

Ich wünsche Dir viel Spass bei der Erarbeitung Deiner Werteskalen 🙂